Kultur
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Thalia Theater begeistert mit „Das Achte Leben“
Die deutsche Theaterregisseurin Jette Steckel hat den knapp 1300-Seiten-Familienepos Das Achte Leben (für Brilka) von der in Deutschland lebenden, georgischen Schriftstellerin Nino Haratishvili auf die Bühne des Hamburger Thalia Theaters gebracht.

Der international berühmte Bestseller, der bereits 2014 im deutschen Buchhandel erschienen war, galt dabei als ein Mammutwerk dessen dramaturgischen Inszenierung von vielen Theaterexperten bezweifelt wurde.

Steckel beweist in ihrer Ausarbeitung, dass es doch geht: Sie interpretiert das Werk, das über mehrere Generationen ein ganzes Jahrhundert umfasst, mit kreativer Choreographie. Somit bringt sie die vielschichtigen Gefühlswelten von Haratishvilis Charakteren nicht nur durch lebendige Dialoge und nachdenkliche Monolge zum Ausdruck, sondern nimmt den Zuschauer auch in eine Welt des körperlichen Ausdrucks mit.

Das Familien-Epos führt über mehrere Generationen durch das 20. Jahrhundert. (© Thalia Theater GmbH)
Das Familien-Epos führt über mehrere Generationen durch das 20. Jahrhundert. (© Thalia Theater GmbH)

Der geschichtliche Kontext des Theaterstücks wird durch historische Filmaufnahmen begleitet, die im Hintergrund auf den mit Symbolcharakter beladenen, überdimensional großen roten Teppich projiziert werden.

Die letzte Vorstellung von Das Achte Leben (für Brilka) findet am 07. Juli 2017 statt. Mehr Informationen und die Möglichkeit auf den Kartenvorverkauf erhalten Sie über die Website des Thalia Theaters Hamburg (externer Link).



Die Kritik zur Inszenierung von Nino Haratishvili Das Achte Leben (für Brilka) war überwiegend positiv. Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Medienstimmen zu der Uraufführung:

„Steckel liefert fünf Stunden fesselnde Tragödie, tragische Familienkomödie und historischen Krimi mit einem Ensemble, in dem sie aus dem Tollen schöpfen kann.“ - DIE WELT

„Jette Steckel ist mit "Das achte Leben (Für Brilka)" ein wahrlich großer Abend gelungen. Mit Tanz, Musik, Film und tollen Schauspielern.“ - Norddeutscher Rundfunk (NDR)

„Aus der 1280-Seiten-Saga hat die junge Starregisseurin Jette Steckel eine packende dramatische Revue kreiert, die sich zwischen wuchtiger Opulenz und schwebend feiner Kargheit bewegt.“ - Frankfurter Neue Presse


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