Gesellschaft / Geschichte
Fotoausstellung in Freiburg feiert deutsch-georgisches Jahr
Anlässlich des deutsch-georgischen Freundschaftsjahres stellt die „Künstlerwerkstatt L6“ in Freiburg die Arbeiten zweier Fotografen aus. Nino Alavidse und Christoph Schumacher präsentieren im Rahmen der „Georgischen Woche Freiburg“ ihre ganz besonderen Blickwinkel auf Georgien.

Die georgische Fotografin Nino Alavidse, die hauptberuflich für die georgische Nachrichtenseite www.agenda.ge arbeitet, erzählt mit ihren Bildern die Geschichte vom verfallenden Dorf Mitarbi, nahe der Stadt Bakuriani. Verlassene Häuser, verwaiste Straßen und das einfache Leben der zurückgebliebenen Bevölkerung sind die Themen ihrer Fotografien. Dabei schafft es die Fotografin den Menschen Würde zu geben und in der vermeintlichen Trostlosigkeit doch immer noch eine ganz eigene Schönheit zu entdecken. Es ist das andere Georgien – fernab von lebendigen Großstädten und regem Tourismus.

Der deutsche Fotograf Christoph Schumacher verfolgt mit seiner Dokumentation von georgischen Musikern eine ganz andere Geschichte. Seine Portrait-Serien haben die Künstler von der Kindheit, über die Jugendjahre bis heute begleitet. Geschichten persönlicher Entwicklungen in einem Land, das sich aus der Umklammerung der Sowjetunion befreit, durch einen blutigen Bürgerkrieg geht und schließlich, im dritten Anlauf, die Demokratisierung des neuen Staates schafft. Und die Musiker mitten darin.

Die Ausstellung findet vom 27. Mai bis zum 17. Juni 2017 in der „Künstlerwerkstatt L6“ in Freiburg statt. Genauere Informationen finden Sie hier.

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