Film
„Goldener Prometheus“-Vergabe in Tbilisi
Das Drama „Ravens“ des schwedischen Regisseurs Jens Assur sicherte sich auf dem Tbilisi International Film Festival den „Goldenen Prometheus“ für den besten Film. In der Kategorie „Bester georgischer Film“ gewann in diesem Jahr „Scary Mother“ von Ana Urushadze den ersten Preis.

Zum ersten Mal wurde auf dem Filmfest auch ein Sonderpreis der Europäischen Union für Filme verliehen, die den Respekt für Menschenrechte in den Vordergrund stellen. Milad Alamis Flüchtlingsdrama „The Charmer“ wurde zum ersten Preisträger gewählt. Der Filmfestival vereint die Werke von Regisseuren aus Europa und dem Nahen Osten und gewinnt auch dank des aufstrebenden georgischen Kinos an Bedeutung.

Die kleinen Statuen für die Sieger, der „goldene Prometheus“, erinnern an den Helden aus der griechischen Mythologie. Der Legende nach wurde der aus dem Göttergeschlecht der Titanen entsprungene Prometheus im Kaukasus an eine Felswand gekettet – eine Tragödie, die vornehmlich in Dramen des antiken Griechenlands verarbeitet worden war.
Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Irakli Kvirikadze ist ein junger Schauspieler aus Georgien, ein Nachwuchstalent. Auf der Berlinale wird er für seine Darstellung in dem Film Hostages mit dem Europäischen „Shooting Star“-Preis ausgezeichnet.
Der Dokumentarfilm „The Trader“ (dt.: „Der Händler“, im Original „Sovdagari“) der georgischen Regisseurin Tamta Gabrichidze wurde auf dem Sundance Film Festival in den USA mit dem Jurypreis in der Kategorie „Short Film Non-fiction“ ausgezeichnet.
Mit seinem Film „Khibula“ (2017) nimmt sich der Regisseur Giorgi Ovashvili einer Person und eines Kapitels in der jüngeren georgischen Geschichte an, die noch immer für emotionsgeladene Diskussionen in Georgien sorgen: Der Film entwirft ein Portrait von Zviad Gamzakhurdia als ersten, demokratisch gewählten Präsidenten Georgiens nach Erlangung der Unabhängigkeit 1990/1991.