Kultur
Die Kathedrale von Gori. © Gemeinde von Gori (http://gori.gov.ge)
Süd-Ossetien-Regime fordert Ikone von Georgien
Das De-facto-Regime in Tskhinvali / Süd-Ossetien hat seine wiederholt geäußerte Forderung nach "Herausgabe" einer Ikone aus dem 11. Jahrhundert von Georgien wiederholt.

Die dreiteilige, aus Elfenbein bestehende Tafel war erstmals 2001 im britischen Auktionshaus „Christie’s“ aufgetaucht. Ein russischer Staatsbürger hatte die Ikone zur Versteigerung freigegeben. Der geschätzte Wert der Tafeln: rund 1,6 Millionen Euro.

Nachdem das alte Gori in Ossetien, Georgien, als Herkunftsort des religiösen und auch kulturellen Artefakts identifiziert werden konnte, übergaben Schweizer Behörden 2004 die Ikone an Georgien.

Seitdem beansprucht Süd-Ossetien ein Recht auf die Ikone, "da es sich um ossetisches, nicht um georgisches Kulturgut" handele. Außerdem befinde sich die Ikone in einem dringend restaurierungsbedürftigen Zustand.


Die georgische Regierung wies die Forderung zurück und versicherte zugleich, dass man dem Schutz und dem Erhalt der Ikone auf höchsten Standards Rechnung trage.

Print E-mail
FaceBook Twitter Google
Ähnliche Nachrichten
Dem Feuilleton des US-amerikanischen Nachrichtensenders CNN gilt Georgiens Hauptstadt Tbilisi als eine von sieben Städten weltweit, die aufgrund ihrer Kunst-, Design- und Kulturszene in diesem Jahr auf jeder Merkliste stehen sollten – neben Paris, Tokyo oder Toronto.
In der georgischen Botschaft in Berlin wurde vor zwei Tagen die Gründung, und gewissermaßen die Wiederbelebung, der Rustaveli-Gesellschaft gefeiert, deren deutsche Vorgängerin 1922 entstand.