Gesellschaft / Geschichte
© Büro des Premierministers von Georgien
Chanukka in Georgien
Die jüdischen Gemeinden begehen derzeit auch in Georgien das achttägige Chanukkafest, das an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels von Jerusalem erinnert. Premierminister Giorgi Kvirikashvili entzündete gestern in der Synagoge von Tbilisi die erste der acht Kerzen am Chanukkaleuchter.

Kvirikashvili erinnerte bei der Zeremonie im Herzen von Tbilisi an die Jahrtausende alte gemeinsame Geschichte Georgiens und der jüdischen Religionsgemeinschaft. Seit dem sechsten Jahrhundert vor Christus leben Menschen jüdischen Glaubens in Georgien.

In Tagen, in denen die Frage um den Status von Jerusalem droht, den Konflikt zwischen Israel und den arabischen Staaten anzuheizen, drückte der Premierminister seinen Wunsch nach Frieden aus: „Wenn ich diese Chanukkakerze anzünde, dann werde ich mir Frieden wünschen – in Israel, in allen jüdischen Familien, in Georgien“. Symbolisch sei die Teilnahme an den Feierlichkeiten in der Synagoge, da sich diese in Nachbarschaft zu Gebäuden aller anderen, wichtigen Religionsgemeinschaften in Tbilisi befinde, so Giorgi Kvirikashvili.

Neben dem Premierminister nahmen unter anderem Mikheil Janelidze, Außenminister von Georgien, und Kakha Kaladze, Bürgermeister von Tbilisi, an der Zeremonie teil. Präsident Giorgi Margvelashvili beglückwünschte die jüdische Gemeinschaft ebenfalls zum Chanukkafest.
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