Politik
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Freedom House gesteht massive Fehler bei Beurteilung von georgischer Medienlandschaft
Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House hat gravierende Fehler bei der Analyse der georgischen Fehler eingestanden und seine scharfe Kritik an einer angeblichen Einflußnahme der georgischen Regierung auf wichtige Medien im Land erheblich revidiert.

In einer Richtigstellung schreibt Freedom House: „Eine frühere Version dieses Berichtes gab fälschlicherweise an, dass der zweite Kanal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, GBP, geschlossen worden war. Der Rundfunkkanal ist indes noch in Betrieb und hat lediglich seine Inhalte reduziert.“

Außerdem habe man „fälschlicherweise“ behauptet, „dass es die Regierungskoalition „Georgischer Traum“ gewesen sei, die den Fernsehsender Imedi TV in die privaten Hände des verstorbenen Geschäftsmannes Badri Patarkatsishvili zurückgegeben habe. Tatsächlich war es die [Oppositionspartei, Anm. d. R.] „Vereinigte Nationale Bewegung“ gewesen […].“

Des weiteren habe man „fälschlicherweise“ einen „Zusammenschluss“ der Sender Imedi TV, Maestro TV und GDS kritisiert. Tatsächlich habe es sich jedoch um zwei separate Übernahmen gehandelt.

Die georgische Regierung, die selbst mit scharfer Kritik dem Freedom House Bericht entgegnet hatte, zeigte sich versöhnlich. „Es ist zu begrüßen, dass diese Fehler korrigiert werden. Ich denke, dass die Fehlinformationen jedoch nicht von Freedom House ausgingen, sondern von parteiischen Nichtregierungsorganisationen, die die Informationen für diesen Bericht lieferten“, sagte der Vorsitzende des georgischen Parlaments, Irakli Kobakhidze.

Für eine Organisation wie „Freedom House“ bedeuten derart weitgehende Fehler indes eine massive Schädigung ihrer Glaubwürdigkeit und ihres Ansehens. Umso mehr, da die Organisation seit Längerem dafür kritisiert wird, über sehr viele Länder und politische Entwicklungen zu urteilen, ohne hinreichend eigenen Sachverstand aufgebaut zu haben oder die Quellen, derer man sich bedient, intensiv auf ihre Unabhängigkeit zu prüfen.
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